Wie alles begann…

Bücher zu lesen war und ist eine meiner liebsten Beschäftigungen – wenn nicht sogar meine allerliebste. Seit ich lesen gelernt habe, gab es in meinem Leben keine Zeit, in der nicht mindestens ein Buch neben meinem Bett auf dem Nachttisch gelegen hat. Das Lesen habe ich von Anfang an geliebt und es verging kein Tag, an dem ich nicht gelesen habe. Es wurde für mich abends zu einem festen Einschlafritual, das, wenn es aus irgendwelchen Gründen ausfiel, mir das Einschlafen schwer machte. Lesen war für mich immer sehr beruhigend und hilft mir auch heute noch beim Abschalten.

 

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An meine Lese-Lern-Phase kann ich mich noch sehr gut erinnern. Wie die meisten Kinder lernte ich das Lesen in der Schule. Doch während viele gezwungenermaßen nur das lasen, was der Unterricht vorgab, konnte ich davon gar nicht genug bekommen. Ich begann, mir zu Geburtstagen und Weihnachten fast ausschließlich Bücher zu wünschen. An mein erstes Buch kann ich mich noch ziemlich gut erinnern. Es war ein Buch aus der Reihe der Lese-Löwen und hieß „Ponygeschichten“. Die Lese-Löwen waren Bücher mit kurzen Geschichten, oft eine Sammlung zu einem bestimmten Thema, mit relativ großer Schrift und vielen Bildern. Das waren die ersten Bücher, die ich las. Lange war ich mit den Leseanfänger-Büchern allerdings nicht zufrieden zu stellen und ich suchte nach mehr.

Mein großes Glück war damals wie heute, dass meine Mutter eine mindestens genauso begeisterte Leserin ist wie ich. Alles, was sie in ihrer Kindheit und Jugend gelesen hatte, stand bei uns auf dem Dachboden. Das war für mich das reinste Schlaraffenland. Die ersten Bücher, die ich mir dort heraussuchte, handelten natürlich von Pferden. Tiere und besonders Pferde konnten mich schon immer begeistern. Vor allem, weil wir damals noch selbst Pferde hatten. Könnt ihr euch noch an eure ersten Bücher erinnern? Wie – oder durch welches Buch – wurde bei euch die Lust am Lesen geweckt?

 

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Den unendlichen Vorrat an Büchern bei uns zu Hause habe ich bis heute tatsächlich nicht vollständig erschöpft. Deshalb hole ich mir dort auch immer noch gelegentlich Nachschub. Doch die Zahl der Bücher, die gelesen werden wollen, nimmt täglich zu. Während die Zahl der Bücher, die schon gelesen sind, im Verhältnis nur sehr langsam wächst. Das ist wahrscheinlich das Dilemma (oder vielleicht auch das Glück?) für jeden, der das Lesen liebt.

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