Nachdem ich die letzten Themen des Blogger-Alphabets ausgelassen habe, steige ich nun mit dem Thema H wie Headlines wieder ein. Welche Themen noch folgen, wie ihr mitmachen könnt und alle weiteren Infos zum Projekt findet ihr auf neontrauma.de.

 

Zuerst die Headline, dann der Beitrag?

Meine Überschriften stehen bei den meisten Beiträgen fest, bevor ich mit dem Schreiben anfange. Das liegt daran, dass es auf meinem Blog hauptsächlich Rezensionen und Reviews zu Büchern und Filmen gibt – genau so heißen die Beiträge dann auch. Bei Büchern kommen Titel und Autor in die Überschrift, bei Filmen nur der Titel. Da weiß der Leser sofort, was ihn erwartet. Ähnlich sieht es hier beim Blogger-Alphabet aus oder bei meinen Monatsrückblicken – da bleibt einfach immer alles gleich.

Wenn es nun aber um andere Beiträge geht, versuche ich mir nach dem Schreiben des Beitrags eine ansprechende Überschrift zu überlegen. Im Ausdenken von interessanten Überschriften bin ich sehr schlecht und habe selten wirklich gute Ideen – doch auch daran kann man schließlich arbeiten. Deshalb habe ich begonnen, meine Beiträge mit Zwischenüberschriften zu gliedern (natürlich auch erst nach dem Schreiben des Texts). So hab ich zum einen in jedem Beitrag die Möglichkeit, mehrere Überschriften zu formulieren, zum anderen gestalte ich meine Texte dadurch übersichtlicher und ansprechender. Ein doppelter Gewinn!

 

(Wohl)Überlegte Überschriften

Eine interessante Überschrift verleitet natürlich eher zum Lesen eines Artikels als eine langweilige. Deshalb finde ich sie schon wichtig. Persönlich mag ich es, wenn im Titel mit Sprache gespielt wird. Das können Wortspiele sein, kurze Zitate, Anspielungen und rhetorische Stilmittel, die verwendet werden. Oder aber – was noch leichter ist – einfach mal eine Frage. Wie meine Überschriften letztendlich aussehen, hängt meist vom Beitrag ab. Manche Themen geben einfach von sich aus viel her und es fällt mir leicht eine interessante und kreative Headline zu finden. Bei anderen Themen finde ich es schwieriger und bevor ich mich ewig lange nur mit der Überschrift beschäftige, gebe ich mich auch mal mit einer weniger interessanten zufrieden.

Auch bei anderen Blogs schaue ich auf die Headline – schließlich sehe ich diese zuerst. Und natürlich klicke ich einen Post, bei dem mir schon die Überschrift zusagt, eher an. Allerdings sind mir die Überschriften bei Blogs, die ich kenne und sowieso regelmäßig lese, nicht wirklich wichtig. Vor allem, wenn es um Bücher oder Filme geht, stehen oft einfach nur die Titel in der Überschrift – wie ja auch bei mir. Solche Blogposts liest man natürlich trotzdem, wenn man sich denn für Bücher und Filme interessiert.

Abschreckend finde ich hingegen Überschriften, die nur darauf abzielen, dass möglichst viele Leute einen Beitrag anklicken: Stichwort Clickbaiting. Solche Posts schaue ich mir nicht an, da ich einfach davon ausgehe, dass sie Müll sind. Was soll man von einem Beitrag schon erwarten, wenn der Verfasser anscheinend auf eine solche Überschrift angewiesen ist, um Leser zu bekommen?

 

Die „perfekte“ Überschrift

Schließlich gibt es mittlerweile auch viele Blogposts, die sich mit dem Thema Überschriften beschäftigen. Da wird beschrieben, wie gute Überschriften auszusehen haben und auch hier meint „gut“ meist, dass möglichst viele Klicks generiert werden. Natürlich sind Titel à la „5 Schritte zum perfekten Blog“ sehr ansprechend. Wer will nicht gerne mit wenigen vordefinierten Schritten besser in irgendetwas werden? Doch wenn man die gefühlt tausendste Headline in diesem Stil sieht, beginnt auch das zu langweilen und man hat keine große Lust mehr auf die Artikel (ist zumindest bei mir so). Deshalb interessieren mich Blogposts zum Thema Überschriften nicht wirklich. Ich schreibe meine Überschriften lieber so, wie sie mir gefallen und wie ich sie ansprechend finde und nicht so, wie es mir ein Artikel rät, nur damit ich möglichst viele Klicks bekomme.

 

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