Den Alice in Wonderland Book Tag habe ich schon vor Längerem entdeckt und die Fragen damals direkt in einem Entwurf gespeichert. Nun lag dieser Entwurf aber so lange hier herum, dass ich mittlerweile nicht mehr weiß, wo ich den Tag eigentlich gefunden hatte… Auf jeden Fall liebe ich Alice im Wunderland von Lewis Carroll und habe es schon mehrmals gelesen. Der Tag ist also perfekt für mich!

 

Der verrückte Hutmacher: Hat dich ein Buch total verwirrt oder mit einem unbefriedigend offenen Ende zurückgelassen?

Schon bei der ersten Frage fällt mir absolut nichts ein. Das gibts doch nicht… Ich glaube, total verwirrt hat mich ein Buch noch nie. Ein unbefriedigend offenes Ende ist allerdings schon häufiger vorgekommen, nur handelte es sich dabei immer um Bücher einer Reihe. Viele Reihen, die ich lese, sind zum Glück schon vollständig erschienen, so dass ich da immer direkt mit dem nächsten Band weitermachen konnte.

Bei G. R. R. Martins A Song of Ice and Fire war es besonders schlimm. Da musste ich unbedingt wissen, wie es weitergeht, konnte aber auch hier jedes Mal einfach weiterlesen, da ich Band 1-5 in einer Box gekauft hatte. Ich hatte gehofft, dass Band 6 in der Zeit, in der ich mit den ersten fünf Bänden beschäftigt bin, erscheinen wird, aber das war ja dann leider nicht der Fall…

Ein anderes Buch, das mich vor einer Weile verwirrt hat, war der historische Roman Die Comtessa von Ulf Schiewe. Irgendwie bin ich einfach nicht in die Geschichte rein gekommen, was ich mir absolut nicht erklären konnte. Dann hab ich beschlossen, es erst einmal abzubrechen und irgendwann später noch mal neu zu beginnen. Und was stell ich auf einmal fest? Genau, es war der zweite Band einer Reihe und dann natürlich kein Wunder, dass es mir irgendwie komisch vorkam. Also sollte ich wohl besser mit dem ersten Band anfangen.

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Das weiße Kaninchen: Lesestil – Lieber schnell und viel oder langsam mit Genuss?

Da würde ich mich wohl eher irgendwo in der Mitte einordnen, denn eigentlich kommt es immer auf das Buch an, das ich gerade lese. Handelt es sich um einfache Unterhaltungsliteratur lese ich relativ schnell. Da gilt nämlich: Desto schneller, desto mehr. Bücher mit gewissem Tiefgang und einer besonderen Sprache lese ich dagegen lieber langsam, damit mir auch ja nichts entgeht. Es gibt einfach Bücher, für die man sich Zeit nehmen und die man wirken lassen muss – und das mache ich mit diesen dann auch.

 

Die Grinsekatze: Gibt es ein Buch, in dem du dich total geirrt hast?

Hmm… Meistens weiß ich ziemlich genau, was mich bei einem Buch erwartet. Ich kaufe Bücher so gut wie nie wegen ihres Covers oder des Klappentexts – höchstens bei Autoren, die ich schon kenne und damit ungefähr einschätzen kann, was mich erwartet. Bücher von Autoren, die ich noch nicht kenne, kaufe ich mir eigentlich erst, wenn sie mir empfohlen oder ich positive Rezensionen dazu gelesen habe. So hab ich immer schon eine relativ gute Vorstellung davon, was mich erwartet.

Am ehesten habe ich mich zuletzt wohl bei Willkommen in Night Vale von Joseph Fink geirrt. Und das, obwohl ich Rezensionen dazu gelesen hatte. Dass es verrückt und seltsam ist, war mir also klar und ich dachte, dass es bestimmt echt cool ist und mir gefallen wird. Teilweise war es auch so, aber wirklich überzeugen konnte mich das Buch nicht. Es war mir dann doch zu wirr und der Schreibstil hat mir auch nicht so gut gefallen. Die Idee an sich war nicht schlecht, aber die Umsetzung war nicht so gut, wie ich gehofft hatte.

 

Iss mich, trink mich: Lieber dicke oder dünne Bücher?

Ganz einfach: Dick! Das hab ich in meinen 25 Bookish Facts About Me auch schon erwähnt. Bei mir sind es meistens die dicken Bücher, die mich begeistern und die mir länger im Gedächtnis bleiben. Man verbringt ja einfach mehr Zeit mit den dicken als mit den dünnen Büchern. Natürlich gibt es auch tolle dünne Bücher, aber die lese ich deutlich seltener. Ich glaube, sie fallen mir einfach weniger auf. Außerdem lese ich viel Fantasy und gerade in dem Bereich gibt es nun mal hauptsächlich dicke Bücher und meist ja sogar ganze Reihen davon.

 

Die Herzkönigin: Lieber Helden oder Anti-Helden?

Anti-Helden finde ich oft spannender und interessanter. Außerdem kann ich mich mit ihnen meist besser identifizieren, denn kein Mensch ist perfekt und jeder hat so seine Ecken und Kanten. Mir fällt auch gerade kein Buch mit einem typischen Helden ein – zumindest keins, das ich gelesen habe… Entweder vergesse ich die Bücher, in denen mich die Figuren nicht überzeugen können, oder ich lese tatsächlich hauptsächlich solche, in denen die Figuren glaubwürdig und nicht irgendwie einseitig dargestellt werden.

 

Wunderland: Lieber Fantasywelten oder die reale Welt?

Fantasywelten natürlich ;). Das Tolle an Büchern ist ja die Möglichkeit, in die unterschiedlichsten Welten einzutauchen. Da ist man nicht unbedingt auf die reale Welt angewiesen. In Büchern ist so vieles möglich, was in der realen Welt eben nicht möglich ist und das finde ich besonders spannend und interessant. Trotzdem lese ich auch gerne Bücher, die in der realen Welt spielen, denn da gibt es ebenfalls noch genug, was ich nicht kenne und gerne noch kennenlernen möchte.

 

Der Jabberwocky: Kannst du laut lesen oder lieber leise?

Ich lese nur laut, wenn ich jemandem vorlese. Früher in der Schule habe ich das ja gehasst, aber heute lese ich manchmal ganz gerne vor. Allerdings besteht das Publikum dann auch nicht aus zwanzig Schülern, sondern aus meinem Freund und das macht einen gewaltigen Unterschied ;). Oft kommt es trotzdem nicht vor und deshalb lese ich normalerweise immer leise.

 

Tweedledee und Tweedledum: Wenn du zwei oder mehr Bücher liest, gibst du einem den Vorzug?

Ich lese immer mindestens zwei Bücher gleichzeitig, meist eher drei. Mittlerweile bin ich sogar bei fünf Büchern angelangt und das ist mir eigentlich zu viel. Wenn ich eines davon beendet habe, wird dafür definitiv kein Neues angefangen. Aber zurück zur Frage: Meistens gebe ich keinem den Vorzug, sondern lese eher abwechselnd je nach meiner aktuellen Stimmung. Die Bücher, die ich gleichzeitig lese, sind normalerweise aus verschiedenen Genres oder behandeln unterschiedliche Themen. So habe ich immer die Wahl zwischen mindestens zwei sehr unterschiedlichen Geschichten, die dann je nach Lust und Laune weitergelesen werden.

 

Pool of Tears: Gibt es ein Buch, das dich schockiert oder zum Weinen gebracht hat?

Ein Buch, das mich schockiert hat, fällt mir zwar gerade nicht ein, aber dafür ein paar Bücher, die mich zum Weinen gebracht haben. Zunächst wäre da Harry Potter. Ob ich während den Büchern weinen musste, weiß ich nicht mehr (wahrscheinlich ist es aber schon). Ganz bestimmt aber, als ich den letzten Band beendet habe – einfach, weil es eben zu Ende war. Genauso ging es mir mit Der Herr der Ringe. Ich liebe die Bücher und als die Geschichte zu Ende war, war ich wirklich sehr traurig. Und dann ist da natürlich noch The Last Unicorn von Peter S. Beagle. Die Geschichte ist so wunderbar und auch so traurig, dass ich beim Lesen immer wieder mit den Tränen kämpfen musste. Das hat mich übrigens selbst ziemlich überrascht, da ich eigentlich nicht sehr nah am Wasser gebaut bin und es wirklich seeehr selten vorkommt, dass mich ein Buch zu Tränen rührt.

 

* Die Bilder sind übrigens von dem britischen Illustrator John Tenniel, der sie für die Werke Alice in Wonderland und Through the Looking Glass von Lewis Carroll anfertigte und sie stehen auf Wikimedia Commons zur freien Verfügung.

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