Tales & Memories

über Bücher und das Leben
Gedanken | Monatsrückblick

Lesemonat Februar

1. März 2020
Februar

Der Februar war arbeitsreich und zum Lesen und Bloggen bin ich nur in der ersten Hälfte des Monats gekommen. Dann stand unser voraussichtlich letzter Umzug an und damit verbunden jede Menge Arbeit. Das lief aber alles ziemlich gut und nun können wir zu Schritt zwei übergehen: der Renovierung. Ich werde also auch in den kommenden Wochen und Monaten einiges zu tun haben, aber der zeitliche Druck ist weg. Daher bin ich seit ein paar Tagen auch endlich wieder ein wenig entspannter und kann mich sogar wieder auf ein Buch konzentrieren.

Gelesene Bücher im Februar

Tatsächlich habe ich im Februar trotz allem fünf Bücher und eine Kurzgeschichte gelesen. Das lag allerdings daran, dass ich Anfang des Monats noch relativ viel Zeit hatte. Außerdem standen zwei sehr lange Zugfahrten auf dem Programm, die ich fast komplett mit Lesen verbracht habe.

Zwischen zwei Sternen – Becky Chambers

Das erste Buch im Februar war Zwischen zwei Sternen von Becky Chambers. Der Science Fiction-Roman ist der zweite Band der Wayfarer-Reihe, der allerdings auch eigenständig gelesen werden kann. Mir hat das Buch mindestens genauso gut gefallen wie sein Vorgänger (Der lange Weg zu einem kleine zornigen Planeten), wahrscheinlich aber sogar noch ein bisschen besser. Da ich hierzu noch eine Rezension schreiben möchte, belasse ich es bei dieser kurzen Einschätzung.

“Früher hatte Lovelace ihre Augen und Ohren überall. Als KI-System der Wayfarer bekam sie alles mit, was auf ihrem Raumschiff passierte, und sie sorgte für das Wohlbefinden der Crew, für die Lovelace immer mehr eine Freundin war als nur ein System. Dann kam der totale Systemausfall. Ihre Crew sah nur eine Möglichkeit, Lovelace zu retten: ein Reboot all ihrer Systeme. Als sie aufwacht, ist sie in einem Bodykit gefangen, eingeschränkt auf modifizierte menschliche Körperfunktionen – in einer Gesellschaft, in der eine solche Umwandlung verboten ist. Doch Lovelace ist nicht allein: Pepper, eine chaotische Technikerin, die ihr Leben riskiert hat, um die Künstliche Intelligenz zu retten, hilft Lovelace, ihren Platz in der Welt zu finden. Denn Pepper weiß selbst nur zu genau, wie es ist, ganz auf sich allein gestellt zu sein und das Universum neu kennenzulernen…” (© Fischer TOR)

Und dein Leben, dein Leben – Magret Kindermann

Mit Magret Kindermann habe ich im Februar eine Autorin für mich neu entdeckt, denn von ihr habe ich direkt zwei Bücher gelesen, die mir richtig gut gefallen haben. Das erste war die Novelle Und dein Leben, dein Leben, deren atmosphärisches Setting und philosophischer Ansatz mich gefesselt haben. Auch hier folgt eine Rezension.

»Du bist Schriftstellerin. Dann orchestriere meinen Mord doch fiktiv. Wie würdest du es machen, mh?« Er trat einen Schritt auf sie zu. Sie wich nicht zurück. »Es ist ganz leicht«, sagte er. »Man muss nur wissen, wie. Schau.« Er nahm ihre Hand und legte sie sanft auf seine pochende Halsschlagader. Er schwitzte leicht. Mit sanftem Druck führte er sie zu seinem Herzen. (© Twentysix)

Killing Zombies and Kissing You – Magret Kindermann

Als nächstes habe ich direkt das nächste Buch von Magret Kindermann gelesen und zwar Killing Zombies and Kissing You. Das war zwar etwas ganz anderes, hat mich aber trotzdem ähnlich gefesselt wie die Novelle. Allerdings hätte ich es wohl kaum gelesen, wenn mich Und dein Leben, dein Leben nicht so begeistert hätte. New Adult ist ja eher nicht so meins und ich bin froh, dass ich diesem Buch trotzdem eine Chance gegeben habe. Es hat mich positiv überrascht, aber auch dazu in einer ausführlichen Rezension mehr.

“Meine fünf Regeln, um in der post-apokalyptischen Welt zu überleben:

1. Verlier nicht ständig dein Messer, verdammte Axt!
2. Vergangenheit ist was für Lebensmüde. Und ich will leben – glaube ich zumindest.
3. Lieber alleine feiern, als in Einsamkeit zu versinken.
4. Erwarte als letzter Überlebender auf keinen Fall Post.
5. Und wehe, du verliebst dich ausgerechnet jetzt …”
(© Gedankenreich Verlag)

Das Licht ist hier viel heller – Mareike Fallwickl

Nach meinem Ausflug ins Genre New Adult bin ich wieder bei etwas für mich typischerem gelandet. Der Debütroman Dunkelgrün fast schwarz von Mareike Fallwickl steht schon seit Erscheinen auf meiner Wunschliste und doch habe ich nun den zweiten Roman der Autorin zuerst gelesen. Das Licht ist hier viel heller war eine spannende Lektüre, die mich ein ums andere Mal überrascht hat – was aber auch gut daran gelegen haben kann, dass ich mich vor dem Lesen überhaupt nicht über den Roman informiert hatte. Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen und so werde ich wohl auch bald das Debüt von Mareike Fallwickl lesen. Eine Rezension wird es ebenfalls noch geben, so dass ich mir hier weitere Ausführungen spare.

“Maximilian Wenger war einer der Großen, ein Bestsellerautor, ein Macher. Jetzt steht er vor einem Scherbenhaufen: Niemand will mehr seine Romane lesen, und seine Frau hat ihn gegen einen Fitnesstrainer eingetauscht. In einer kleinen Wohnung unweit von Salzburg verkriecht er sich vor der Welt.
Wengers achtzehnjährige Tochter Zoey plant ihre Zukunft nach ganz eigenen Vorstellungen. Schnell merkt sie, dass sie dabei an ihre Grenzen stößt – und das Erwachsenwerden mit Schmerz verbunden ist.
Dann bekommt Wenger diese Briefe. Obwohl sie an seinen Vormieter adressiert sind, öffnet er sie, und es trifft ihn wie ein Schlag: Sie sind brutal und zart, erschütternd und inspirierend. Wer ist die geheimnisvolle Fremde, die von flüchtigem Glück, Verletzungen und enttäuschter Hoffnung erzählt? Was Wenger nicht weiß: Auch Zoey liest heimlich in den Briefen. Sie hat etwas erlebt, das sich in diesen wütenden Worten spiegelt. Beide, Vater und Tochter, werden an einen Scheideweg geführt, an dem etwas Altes endet und etwas Neues beginnt.”
(© Frankfurter Verlagsanstalt)

Immer schön die Ballons halten – Tobi Katze

Nachdem mir Morgen ist leider auch noch ein Tag von Tobi Katze so gut gefallen hat, habe ich spontan Immer schön die Ballons halten gekauft und gelesen. Das Buch war eine nette, kurzweilige Lektüre für Zwischendurch. Mit der Protagonistin bzw. ihren Gedanken und Problemen konnte ich mich zumindest teilweise identifizieren, so dass ich mich das Buch ganz gut unterhalten hat. Mit dem Debüt des Autors kann es jedoch nicht mithalten und ist kaum vergleichbar mit diesem.

“Tobi Katze erzählt ungewöhnlich, selbstironisch und heilsam vom Glück der kleinen Dinge.
Henriette Liebling ist unzufrieden mit ihrem Leben. Sie steckt allerorten in Sackgassen und hat sich eingerichtet in der Ereignislosigkeit mit einem sicheren aber langweiligen Job, einer schönen aber sterilen Wohnung und einer netten aber monotonen Beziehung. Sie muss einige Tiefpunkte erleben, bevor die Erkenntnis reift: Das ist nicht ihr «Lieblingsleben». Das ist höchstens Plan B. Und so begibt sie sich auf die Suche nach dem, was «erwachsen sein» für sie wirklich bedeutet. Tobi Katze schreibt über das Gefühl, elegant aus der Reihe zu tanzen, und ganz allgemein über die unscheinbaren Momente, in denen das größte Glück ein eigener, querer Kopf ist.”
(© Rowohlt)

Neuzugänge im Februar

Vor den oben erwähnten langen Zugfahrten musste ich unbedingt meinen eReader befüllen, damit mir auch bloß nicht die Bücher ausgehen. Daher habe ich einige eBooks gekauft, die ich zum Teil auch schon im Februar gelesen habe.

Gekauft habe ich Und dein Leben, dein Leben und Killing Zombies and Kissing You von Magret Kindermann, die ich beide oben schon erwähnt habe.

Dazu kamen noch zwei weitere eBooks von meiner Wunschliste, nämlich Das Licht ist hier viel heller von Mareike Fallwickl und Kukolka von Lana Lux. Ersteres – wie oben erwähnt – schon gelesen und als ausstehende Rezension vermerkt.

Am Bahnhof habe ich mir dann spontan noch Immer schön die Ballons halten von Tobi Katze gekauft, von dem ich schon Morgen ist leider auch noch ein Tag gelesen und gemocht habe.

Vor dem Umzug habe ich mir kaum noch Bücher gekauft, so dass mein Stapel ungelesener Bücher ziemlich abgenommen hatte. Das hat dazu geführt, dass ich keine Bücher mehr im Haus hatte, die gerade zu meiner Lesestimmung passen. Und so habe ich mir Ende des Monats, nachdem der größte Umzugsstress vorbei war, noch schnell drei Bücher gegönnt:

  • Marianengraben von Jasmin Schreiber
  • Gun Love von Jennifer Clement
  • Die letzten Tage des Patriarchats von Margarete Stokowski

Neuzugänge Februar

Gebloggt im Februar

Während ich das Lesen im Februar noch halbwegs gut untergekriegt habe, sah das beim Bloggen leider etwas anders aus. Nur eine einzige Rezension habe ich fertigstellen und veröffentlichen können.

Töchter – Lucy Fricke

Die restlichen ausstehenden Rezensionen liegen angefangen und teilweise auch schon fast fertig in meinen Entwürfen. Im März kann ich meine Routine dann hoffentlich wieder aufnehmen, aber ich sehe gerade auch nicht, dass dem irgendwas im Wege stehen könnte.

Was habt ihr im Februar so gelesen? Kennt ihr eines meiner gelesenen Bücher oder einen der Neuzugänge?

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