Der Stephen King November neigt sich dem Ende und ich bin tatsächlich doch noch mit meiner Lektüre von Night Shift (dt. Nachtschicht) fertig geworden. Warum ich zwischenzeitlich daran gezweifelt habe und wie mein Urteil über Kings Kurzgeschichtensammlung ausfällt, will ich euch in einem kleinen Fazit zur Aktion erzählen.

Einen Zwischenstand gabs nach ungefähr der Hälfte des Monats und in dem hab ich meine eher gemischten Gefühle bezüglich der Geschichten in Night Shift doch sehr deutlich gemacht. Nun habe ich aber alle 20 Kurzgeschichten der Sammlung gelesen und mir nach jeder Geschichte sogar eine grobe Bewertung notiert. So weiß ich jetzt immerhin noch, welche Geschichten mir gut und welche weniger gut gefallen haben.

Ich weiß auch, dass mir etwa die Hälfte der Geschichten richtig gut gefallen hat, die andere Hälfte von so „ganz gut“ über „okay“ bis „nicht mehr so gut“ war. Insgesamt heißt das also: Für Night Shift gibts eine mittelmäßige Bewertung. Da man ja überall alles immer mit Sternen bewerten muss/kann/soll, hieße das in dem Fall 3 Sterne für das Buch, allerdings mit Tendenz nach oben.

Night Shift_Stephen King

 

Von „richtig gut“ bis „fand ich irgendwie blöd“

Die erste Geschichte – nämlich Jerusalem’s Lot – hat mir so richtig gut gefallen und gehört auch nach Beenden des Buchs zu meinen Favoriten. Wie im letzten Beitrag schon erwähnt, finde ich den lovecraftschen Stil der Geschichte toll und einfach so gut getroffen. Dass ich – ebenso wie Stephen King – sehr gerne Lovecraft lese, hatte ich schon erwähnt, oder?

Nach diesem tollen Anfang ging es leider nicht mehr ganz so toll weiter. Die folgenden Geschichten waren ganz gut oder zumindest okay, aber so richtig vom Hocker gerissen, haben sie mich nicht. Ich hatte schon wirklich Bedenken, dass mir die Kurzgeschichten von King einfach nicht zusagen und das alles nichts für mich ist, obwohl ich doch schon so viele seiner Romane gelesen und ziemlich toll gefunden habe. Doch in der zweiten Hälfte des Buchs kamen dann zum Glück noch einige richtig coole Geschichten.

Nun kann ich inhaltlich allerdings nicht viel erzählen, da damit die meisten Geschichten schon direkt gespoilert wären. Trotzdem möchte ich ein bisschen was über die Kurzgeschichten sagen, um mindestens einen kleinen Eindruck zu vermitteln. Abgesehen von der ersten Geschichte, die inhaltlich und stilistisch stark an Lovecraft erinnert, sind es alles typische King-Geschichten. Dabei sind sie thematisch vielfältig, bezüglich der Figuren aber leider weniger.

Viele der Geschichten beinhalten Übernatürliches und Horror-Elemente, was man als King-Leser ja auch erwartet. Auch spannend sind die meisten, wobei mich die Auflösungen am Ende nicht immer überzeugt haben. Teilweise waren auch sehr skurrile Geschichten dabei und die ein oder andere, die ich tatsächlich etwas blöd fand – wie etwa Trucks, die ich in meinem Zwischenfazit schon erwähnt hatte. Überrascht haben mich besonders die Geschichten, in denen es um ganz normale Menschen mit ganz normalen Problemen geht. Davon sind nur ein paar wenige dabei, doch diese zeigen Tiefgang und schlagen auch mal ernster Töne an, womit ich so nicht gerechnet hätte.

 

Fazit

Die Kurzgeschichten in Night Shift sind so vielfältig, dass mir einige richtig gut gefallen haben und ein paar so gar nicht. Die meisten Geschichten sind aber unterhaltsam und gut als kurzweilige Lektüre geeignet, vor allem wenn man mal nicht so viel Zeit zum Lesen hat. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die anderen, neueren Kurzgeschichtensammlungen, denn seit seinen Anfängen hat sich Stephen King doch ein wenig weiterentwickelt, was man jedenfalls bei den Romanen merkt.

Und für alle, die gerne wissen wollen, welche Geschichten mir am besten gefallen haben, das sind sie:

Jerusalem’s Lot
The Boogeyman
Sometimes they come back
Strawberry Spring
I know what you need

 

 

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