Tales & Memories

über Bücher und das Leben
Gedanken | Monatsrückblick

Tales & Memories im November

1. Dezember 2016

Hallo ihr Lieben!

Der November liegt hinter uns und damit ist es schon wieder Zeit für den Monatsrückblick. Ich kann noch gar nicht glauben, dass es schon der vorletzte Rückblick für dieses Jahr ist. Wo ist die Zeit bitte geblieben…?

Normalerweise mag ich den November nicht sonderlich. Es ist nass und kalt und von Winter- oder Weihnachtsstimmung fehlt noch jede Spur. Dieses Jahr war es allerdings ausnahmsweise einmal anders: Mit dem ersten Schnee im November, dem ersten Weihnachtseinkauf und meinem ersten eigenen Adventskranz hat bei mir die Weihnachtsstimmung schon im November eingesetzt. Auch Plätzchen, Lebkuchen und Tee haben dazu nicht unwesentlich beigetragen und so war der Monat dann doch ganz angenehm.

adventskranz

Mein Blog und ich

Nachdem hier im Oktober nicht viel los war, gab es im November wieder einige Beiträge und ich bin froh, dass nun so langsam wieder Leben in den Blog kommt. Da ich nun regelmäßig bei Behind The Screens mitmache und somit jeden Sonntag über meine Woche berichte, habe ich beschlossen, das alles nicht noch einmal im Monatsrückblick zusammenzufassen. Stattdessen liste ich hier nur noch einmal die Links zu den Behind The Screens-Beiträgen auf:

Behind The Screens – Die kleinen Dinge

Behind The Screens – Alltag und buchiges Jahreshighlight

Behind The Screens – Weihnachtsstimmung und viel Arbeit

Behind The Screens – Fantastic Beasts und Gilmore Girls

Außerdem habe ich mir überlegt, im Monatsrückblick ein wenig auf die Bücher einzugehen, die ich im vergangenen Monat gelesen habe. Da ich nicht jedes gelesene Buch rezensiere, wäre das eine Möglichkeit, die anderen Bücher zumindest kurz vorzustellen. Was haltet ihr davon? Gute Idee oder lieber ganz weglassen?

Gelesene Bücher

Im November habe ich es noch nicht geschafft, alle ausstehenden Rezensionen von Oktober abzuarbeiten. Lediglich die Rezensionen zu Lebensgeister von Banana Yoshimoto und Für dich soll’s tausend Tode regnen von Anna Pfeffer gingen im November online. Geht es euch auch manchmal so, dass ihr zwar unglaublich viel über ein Buch sagen wollt, die Rezension sich aber so gar nicht schreiben lassen will? Das Problem habe ich nämlich gerade und daher bin ich im Moment ein wenig unmotiviert was Rezensionen angeht. Für Dezember gelobe ich Besserung.

bananayoshimoto_lebensgeisteranna-pfeffer_fuer-dich-solls-tausend-tode-regnen

Und nun zu meinen November-Büchern, zu denen es keine Rezensionen geben wird:

Lazarillo de Tormes (dt. Klein Lazarus vom Tormes) – Autor unbekannt

Dieser spanische Roman aus dem 16. Jahrhundert gilt als Vorläufer des europäischen Schelmenromans. Traditionell handelt es sich dabei um eine (erdachte) Autobiographie, in der sich der Held durch Betrügereien oder Hochstapelei aus ärmlichen Verhältnissen zu befreien versucht und in der Gesellschaft aufsteigt. Alles natürlich inklusive Gesellschaftskritik.

Genau diese Art Geschichte erzählt der Schelm Lázaro aus der Ich-Perspektive. Als Kind schon wird er von der Mutter weggeschickt und dient nach und nach unterschiedlichen Vertretern aus den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten. In sieben Kapiteln schildert er seine Erlebnisse bei den sieben Herren, denen er dient und wie er sich mit Tricks und kleineren Betrügereien durchs Leben schlägt.

Das etwa 100 Seiten dicke Reclam-Büchlein musste ich für ein Seminar an der Uni lesen und fand es auch wirklich interessant. Stellenweise war es lustig und langweilig war es überhaupt nicht.

Jackaby – William Ritter

Klappentext: „New Fiddleham, 1892: Neu in der Stadt und auf der Suche nach einem Job trifft die junge Abigail Rook auf Jackaby, einen Detektiv mit einem scharfen Auge für das Ungewöhnliche, einschließlich der Fähigkeit, übernatürliche Wesen zu sehen. Abigails Talent, alltägliche, aber dafür wichtige Details aufzuspüren, macht sie zur perfekten Assistentin für Jackaby. Bereits an ihrem ersten Arbeitstag gerät Abigail mitten in einen schweren Fall: Ein Serienkiller ist unterwegs. Und Jackaby ist überzeugt, dass es sich um einen übernatürlichen Täter handelt…“ (© cbt)

Der Klappentext verrät eigentlich genug über den Inhalt, daher komme ich direkt zu meiner Meinung. Die Geschichte an sich hat mir ganz gut gefallen, wenn sie auch nichts Besonderes ist. Einige Entwicklungen waren ziemlich vorhersehbar, allerdings wurden die einzelnen Elemente schön ausgearbeitet, so dass die Geschichte trotzdem Spaß gemacht hat. Außerdem waren die Figuren – insbesondere Jackaby – toll und auch der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen.

Whisper – Isabel Abedi

Klappentext: „Eine unwirkliche Stille liegt über Whisper, dem alten Haus, in dem Noa ihre Ferien verbringen soll. Das alte Gebäude birgt ein Geheimnis, über das niemand im Dorf spricht. Furcht und neugierige Erwartung führen Noa immer tiefer auf die Spur eines rätselhaften Verbrechens. Gemeinsam mit David nähert sich Noa der Wahrheit eines nie geklärten Mordes…“ (© Arena Verlag)

Ein spannendes Jugendbuch für Zwischendurch, das mich gut unterhalten hat und auch für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert war. Teilweise war es etwas klischeehaft, aber nicht so sehr, dass es mich wirklich gestört hat. Noa als Protagonistin war mir sympathisch, nur ihre Mutter hat mich immer mal wieder ein wenig genervt. Im Großen und Ganzen war es aber ein spannendes und fesselndes Buch und bestimmt nicht mein letztes von Isabel Abedi.

Und sonst so?

Im November habe ich euch außerdem noch meine Neuzugänge von September und Oktober vorgestellt und beschlossen, bei der Buchmesseblues-Challenge teilzunehmen. Zwar habe ich auf der Buchmesse keine(!) Bücher gekauft, danach allerdings eine (für meine Verhältnisse) größere rebuy-Bestellung aufgegeben. Schuld daran waren drei Bücher, die ich für ein Seminar an der Uni brauchte (unter anderem Lazarillo de Tormes). Wenn man sowieso schon Bücher bestellen muss, kann mans ja auch grad richtig machen! Dafür werde ich bis Weihnachten keine neuen Bücher mehr kaufen und schön das lesen, was ich zu Hause hab.

Und jetzt freue ich mich auf einen schönen Dezember und wünsche euch ebenfalls eine schöne Adventszeit!

Wie war euer November? Was habt ihr gemacht/gesehen/gelesen?

    1. Ab und zu lese ich sehr gerne Klassiker. Von diesem Buch hatte ich vor dem Seminar allerdings noch nie gehört. Umso interessanter fand ich es dann auch, vor allem wenn man sich mit den geschichtlichen Hintergründen auskennt oder sich dadurch mit ihnen auseinandersetzt.

  1. Hallo liebe Anka,
    auch ich habe leider oft Probleme damit, meine Gedanken in eine Rezension zu quetschen, obwohl ich eigentlich sehr viel zu sagen hätte. Vor einiger Zeit noch hat mir das wirklich Kopfzerbrechen bereitet, heute sehe ich das aber um einiges lockerer. Zum Beispiel habe ich mir inzwischen die Möglichkeit eingeräumt, mein Rezensionsformat so anzupassen, wie es für mich gerade am besten passt. So ist es mal eine ausführliche Rezension mit Zwischenüberschriften, mal eine nach Fixpunkten oder aber eine Kurzrezension und schwupps geht mir alles ein wenig leichter von der Hand.

    Ich habe im November nicht sonderlich viel gelesen und auch sonst war irgendwie der Wurm drin. Es fehlte einfach an Lust auf ganzer Linie und dazu kam dann noch eine fiese Magen-Darm Grippe, die meinen Mann, unseren kleinen Sohn und mich insgesamt für 2 Wochen außer Gefecht gesetzt hatte .. irgh. Da kann der Dezember ja nur besser werden!

    Ganz ganz liebe Grüße und ein besinnliches Adventswochenende
    Maike

    1. Hallo Maike,
      das Rezensionsformat anzupassen ist eine gute Idee, wobei ich das sowieso auch nicht so eng sehe und je nach Buch immer ein wenig anders mache. Mein Problem ist eher, dass ich ab und zu das Gefühl habe, einem Buch nicht gerecht zu werden. Das passiert immer dann, wenn mir ein Buch so richtig gut gefallen hat. Da habe ich dann oft das Gefühl, das nicht gut genug rüberzubringen ;).

      Das hört sich ja gar nicht gut an… Hoffentlich wird der Dezember für euch besser und die Leselust kommt auch wieder zurück!

      Liebe Grüße und noch einen schönen Adventssonntag
      Anka

  2. Hi Anka,
    „Whisper“ war auch mein erstes aber bestimmt nicht mein letztes Buch von Isabel Abedi. :)
    Im Rückblick auf die gelesenen Bücher einzugehen finde ich ganz gut, vor allem dann wenn die Zeit oder Lust zum rezensieren fehlt.
    Ich hab das früher auch so gemacht nur leider schaffe ich derzeit einfach keine regelmässigen Rückblicke mehr. :)
    Liebe Grüße
    Ela

    1. Hi Ela,

      das werde ich in Zukunft dann immer so machen :). Zu jedem Buch eine Rezension zu schreiben, wäre sowieso viel zu viel und Lust hab ich darauf auch keine. So ein Kurzformat im Rückblick finde ich allerdings ganz schön, auch auf anderen Blogs.

      Liebe Grüße
      Anka

  3. Hallo Anka,

    war „Whisper“ Dein erstes Buch von Isabel Abedi? Ich finde es immer wieder faszinierend, wie manche Titel einfach so an anderen Menschen vorbeigehen können – „Lucian“ hat seinerzeit unglaubliche Wellen geschlagen. Ist ja auch eine ganz tolle Geschichte, hach … ich habe, glaube ich, tatsächlich bisher alle Jugendbücher von ihr gelesen und fand sie, bis auf eine Ausnahme, sehr lesenswert. Besonders „Imago“ fand ich unheimlich rührend. Ich bin sicher, Du wirst noch mehr von ihr lesen wollen – einmal angefixt, kann man nicht mehr aufhören ^^

    Liebe Grüße und einen besinnlichen zweiten Advent,
    Jess

    1. Hallo Jess,

      ja, das war mein erstes Buch von ihr. Ich habe in den letzten zehn Jahren bestimmt kein einziges Jugendbuch gelesen und mich deshalb auch nicht dafür interessiert, welche Bücher so erscheinen und welche Autoren beliebt sind. Erst vor ein paar Wochen habe ich mal geschaut, was es da so gibt, weil ich Lust hatte, mal wieder was Neues auszuprobieren. Die Bücher von Isabel Abedi hörten sich da ganz gut an und so habe ich auf gut Glück eines bestellt. So für Zwischendurch hat es mir richtig gut gefallen und deshalb werde ich bestimmt noch das ein oder andere von ihr lesen ;).

      Liebe Grüße,
      Anka

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